Krankheit / SGB V & XI

Sofern Sie schnell reagieren möchten oder müssen und tatsächlich von der Krankenkasse, dem Maschinenring oder anderen Verbänden keine Fachkraft oder andere Personen zur Verfügung stehen, können Sie mich regulär beauftragen, den Betrag vorschießen und anschließend eine Kostenerstattung beantragen. Es ist jedoch ratsam, sich vorher mit der Krankenkasse zu beraten. Manche Versicherungen zeigen sich erstaunlich großzügig, wenn sie selbst keine Fachkräfte zur Verfügung stellen können und die Versicherten nachweisen können, dass auch Maschinenringe, karitative Einrichtungen oder Hauswirtschaftliche Fachservices keine verfügbaren Kräfte haben.

Gesetzlich Krankenversicherte haben in bestimmten Fällen Anspruch auf eine Haushaltshilfe, die ihnen bei der Führung des Haushaltes und der Betreuung der Kinder, während der Dauer der Krankenhausbehandlung, der Kur oder der medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen unter die Arme greift. Die Gesetzesgrundlage dazu findet sich unter anderem in § 38 SGB V. Damit die gesetzliche Regelung zur Übernahme der Haushaltshilfe in Kraft tritt, schreibt das Gesetz bestimmte Voraussetzungen vor:

  • In der Familie lebt mindestens ein Kind, das das zwölfte Lebensjahr noch nicht erreicht hat oder ein behindertes Kind, das auf Hilfe angewiesen ist.
  • Eine andere im Haushalt lebende Person ist nicht in der Lage, den Haushalt weiter zu führen.

„Die Arbeit der Haushaltshilfe umfasst neben den eigentlichen Hausarbeiten auch die Betreuung und Beaufsichtigung der Kinder. Sie kann durch Hauswirtschafterinnen, Familienpflegerinnen / Dorfhelferinnen oder andere entsprechend qualifizierte Kräfte erbracht werden“, erklärt der GKV-Spitzenverband. Die Krankenkasse selbst könne hierfür geeignete Personen anstellen. In diesem Fall kümmere sich der Versicherer auch um die Prüfung der Qualität der Dienstleistung und schließt die notwendigen Verträge ab, so Claudia Widmaier.

Wenn der Versicherte sich selbst um eine Haushaltshilfe kümmern muss, erstattet die Krankenkasse die dabei entstandenen Kosten in angemessener Höhe zurück. „Für Verwandte und Verschwägerte bis zum zweiten Grad werden jedoch grundsätzlich keine Kosten erstattet. Hier kann die Krankenkasse lediglich das Geld für die Fahrtkosten und den entstandenen Verdienstausfall zurückzahlen, wenn sie im angemessenen Verhältnis zu den ansonsten für eine Ersatzkraft entstehenden Kosten stehen“, gibt sie zu bedenken.

Wie steht es mit der Zuzahlung?

Völlig zuzahlungsfrei ist die von der Krankenkasse gestellte Haushaltshilfe seit dem 1. Januar 2004 nicht mehr: Versicherte über 18 Jahre müssen je Kalendertag, die sie die Haushaltshilfe in Anspruch nehmen, eine Zuzahlung leisten. Die Höhe der Zuzahlung beträgt 10% der täglichen Kosten – mindestens fünf Euro und höchstens zehn Euro täglich. Eine Ausnahme bildet die Inanspruchnahme einer Haushaltshilfe während einer problematischen Schwangerschaft / Risikoschwangerschaft und nach der Entbindung. In diesem Fall entfällt die Zuzahlungspflicht, ebenso wie die Voraussetzung, dass ein Kind unter 12 Jahren bereits im Haushalt leben muss.

Unterschiede bei einzelnen Krankenkassen

In ihren Satzungen können die einzelnen Krankenkassen Leistungen festlegen, die über die grundsätzlichen Regelungen des § 38 SGB V hinausgehen. „Es handelt sich hier um kassenindividuelle Regelungen, die sehr verschieden sein können“, sagt der GKV-Spitzenverband. Zum Beispiel leisten einige Versicherer auch noch eine Zuzahlung, wenn die im Haushalt lebenden Kinder zwischen 12 und 14 Jahren alt sind. Wie Ihre Krankenkasse die Zuzahlung zu den Kosten für Ihre Haushaltshilfe genau handhabt, sollten Sie daher persönlich mit Ihrem Versicherer abklären.

Denken Sie auch daran, eventuelle Fragen anzusprechen und sich individuell zu erkundigen, welche Leistungen Sie erwarten können.

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